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Zukunft der Kirche der Zukunft

In unserer Kirche wird sich in den nächsten 10 Jahren vieles verändern – weil weniger Menschen in unseren Gemeinden leben, weil viele Mitarbeitende in den Ruhestand gehen und weil wir mit unseren Ressourcen und Gebäuden neu haushalten müssen. Dieser Wandel ist eine Herausforderung. Er ist aber auch eine Chance: die Chance, Kirche neu zu gestalten. Im Dekanatsbezirk Ingolstadt gehen wir diesen Weg bewusst gemeinsam. Wir nehmen uns Zeit und hören zu, prüfen Gewohntes und entwickeln Neues. Wir fragen: Was brauchen die Menschen in unserer Region? Was ist unser Auftrag als Kirche? Wie setzen wir unsere Ressourcen sinnvoll ein. Der Zukunftsprozess ist ein Aufbruch zu neuen Wegen, die wir mit Gottvertrauen und Neugierde gehen.

Was uns erwartet.
Auch in unserer Kirche wird in den kommenden Jahren mit den „Babyboomern“ eine große Anzahl an Mitarbeitenden in den Ruhestand gehen. Bis zum Jahr 2035 wird es bis zu 40% weniger Hauptamtliche geben.
Auch die Zahl der Kirchenmitglieder wird aus verschiedenen Gründen geringer. So ist zu erwarten, dass es im Jahr 2035 in Bayern nur noch 1 bis 1,5 Millionen evangelische Christinnen und Christen geben wird statt wie bisher 2,05 Millionen. Damit reduzieren sich auch die finanziellen Möglichkeiten der Landeskirche und der einzelnen Kirchengemeinden.


Was zu tun ist.
Die Kirchenleitung und die Landessynode wollen diesen Veränderungen nicht tatenlos zusehen. So wurden verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht, um der Verantwortung für die nachfolgenden Generationen gerecht zu werden:

Gebäude und Unterhalt
Unsere Kirche wird nicht mehr alle Gebäude wie bisher unterhalten können. Wenn es weniger Pfarrerinnen und Pfarrer gibt, brauchen wir auch weniger Pfarrhäuser. Bei der Sanierung von Gebäuden muss überlegt werden, ob die hohen Kosten wirklich durch eine entsprechende Nutzung gerechtfertigt sind. Insgesamt kann die Landeskirche nur noch 50% aller Immobilien erhalten, und hat auch für diese nur noch die Möglichkeit, sie mit jeweils 25% im Unterhalt zu bezuschussen. Wenn Kirchengemeinden nicht in der Lage sind, den Unterhalt auf Dauer selbst zu finanzieren, werden Gebäude aufgegeben werden müssen, so schmerzlich das ist. Das bedeutet aber nicht, dass Kirchengemeinden heimatlos werden. Wir werden überlegen müssen, wie wir die verbleibenden Gebäude gemeinsam nutzen können oder wo wir für unsere Gottesdienste und Veranstaltungen neue Orte finden.
Organisation
Auch in unserer Organisation kann Zeit, Geld und Arbeitskraft gespart werden. Es muss geprüft werden, ob jede Kirchengemeinde, jedes Pfarramt wirklich alles können und leisten müssen, oder ob durch Zusammenschlüsse nicht effektiver und professioneller gearbeitet werden kann.
Verteilung der Arbeit
Wenn es in Zukunft weniger Hauptamtliche gibt, muss die Arbeit anders verteilt werden. Es ist nicht zumutbar, dass auf weniger Mitarbeitende immer mehr Arbeit zukommt. Es muss auch geprüft werden, welche Arbeit in der Gemeinde von welchen Personen geleistet werden kann und was beendet werden sollte, weil es sich überlebt hat.
Tradition und neue Formen
Die neueste Mitgliedschaftsstudie hat gezeigt, dass auch die Menschen von heute durchaus religiöse und spirituelle Interessen haben – aber nicht unbedingt die gewohnten traditionellen Formen schätzen. Wir müssen neu darüber nachdenken, was unser christlicher Auftrag für die Menschen und die Gesellschaft von heute sind.

Was schon passiert ist.
In den vergangenen Jahren sind bereits einige Projekte und Vorhaben angegangen und umgesetzt worden.

  • Im Donaumoos arbeiten Kirchengemeinden im Verwaltungsbereich zusammen oder fusionieren zu einer einzigen Kirchengemeinde.
  • Kirchengemeinden, wie z.B. Mainburg und Au in der Hallertau arbeiten über Dekanatsgrenzen hinweg zusammen.
  • Die Kirchengemeinde Kipfenberg gehört seit dem 1.1.2026 zum Dekanatsbezirk Ingolstadt.
  • Neue Ideen werden gemeinsam entwickelt und umgesetzt, wie z.B. der Konfirmandentag „kräftig“ mit 420 teilnehmenden Jugendlichen und 80 Ehrenamtlichen, oder wie die Aktion „Einfach Heiraten“ in Ingolstadt, Neuburg und Vohburg.
  • Gebäude oder Grundstücke werden aufgegeben, weil sie nicht mehr zu halten sind oder damit Neues finanziert werden kann. So bereits seit einigen Jahren geschehen in den Kirchengemeinden St. Matthäus, St. Paulus, Vohburg oder in absehbarer Zeit in St. Markus.
  • Die Dekanatsbezirke Ingolstadt, Landshut und Freising arbeiten eng in der Verwaltung zusammen.
  • Die Kirchenkreise Augsburg, München und Regensburg haben sich zum Kirchenkreis Schwaben-Altbayern zusammengeschlossen.

Was wir im Dekanatsbezirk tun

Die 20 Kirchengemeinden des Dekanatsbezirks Ingolstadt nehmen sich zwei Jahre Zeit, um gemeinsam zu planen, wie das Leben und die Arbeit in den Gemeinden in der Zukunft aussehen sollen. Dabei bedenken wir sowohl die Struktur und Organisation von Kirchengemeinden und Dekanat als auch unsere Aufgaben.

Eine Steuerungsgruppe aus 10 Personen organisiert gemeinsam mit unserem Berater Dr. Steffen Bauer diesen Zukunftsprozess. Es wird Workshops für die Entscheidungsträger, also die Hauptamtlichen und Kirchenvorstände geben, aber auch Arbeitsgruppen zu bestimmten Themen, zu denen wir unterschiedliche ehren- oder hauptamtliche Fachleute oder auch Betroffene und andere Gemeindeglieder hinzuziehen. Am Ende dieser zwei Jahre werden wir das neue Zukunftskonzept den zuständigen Gremien in den Kirchengemeinden und im Dekanat zur Beschlussfassung vorlegen, damit dann mit der Umsetzung begonnen werden kann.

Der Zukunftsprozess im Dekanatsbezirk Ingolstadt ist in vier Phasen geplant, die insgesamt auf zwei Jahre verteilt sind.

Die nächsten Veranstaltungen

Bei vielen unterschiedlichen Veranstaltungen kommen wir ins Gespräch und entwickeln Ideen für die "Kirche der Zukunft der Kirche". Sie können und sollen sich gerne einbringen!

Wir klären unseren Auftrag: Workshoptag

21.03.2026 I 9:30 - 17:00 Uhr

Herzliche Einladung zum Mitdenken und Klarheit schaffen. Denn: Kirche war nie etwas Starres. Im Laufe der Jahrhunderte hat sie sich immer wieder verändert. Was lange gut und wichtig war, kann auch seine Bedeutung verlieren.

Vergangene Veranstaltungen

Wie geht Verwaltung?

20.01.2026 I 19:30 - 21:30 Uhr

Zuhören und Hinschauen: Region

02.02.2026 I 19:30 Uhr

Zuhören und Hinschauen: Stadt

03.02.2026 I 19:30 Uhr

Kontakt aufnehmen

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